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Mechatroniker/in

Tätigkeitsbeschreibung

Das Tätigkeitsfeld eines Mechatronikers setzt sich aus der Kombination von Elektrotechnik, Elektronik und der Mechanik zusammen. Immer mehr Einfluss haben weitere Komponenten auf das Betätigungsfeld, nämlich die Steuerungstechnik und vor allem die Informationstechnik. Dieser Beruf wurde in Deutschland erst seit 1998 als offiziell anerkannter Ausbildungsberuf aufgenommen. Die größte Ähnlichkeit der Ausbildung ist wohl der Beruf des Elektromechanikers, welcher in Deutschland seit Mitte 2003 nicht mehr als Ausbildungsberuf existiert.

Artverwandte Berufe (m/w) sind z.B.

der Anlagenmechaniker, Maschinenbaumechaniker (seit 2002 nicht mehr ausgebildet), Industriemechaniker (seit 2004 nicht mehr ausgebildet), Elektromaschinenbauer (seit 2003 nicht mehr ausgebildet) sowie der Instandhaltungsmechaniker.  

Der Ursprung des Berufes Mechatroniker wurde für den modernen Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus konzipiert. Aus diesem Grund werden die Mechatroniker im ganzheitlichen Erstellungsprozess von Maschinen und Anlagen ausgebildet.

Somit ist ein Mechatroniker eine Elektrofachkraft und eine Metallfachkraft in einem. Sie beherrschen die Grundlagen der Pneumatik, der Hydraulik und der Steuerungstechnik und werden in der Montage und Wartung von komplexen Maschinen, Anlagen und Systemen eingesetzt.

Mechatroniker können in der Gestaltung von Produktionsprozessen mit eingebunden werden. Dazu ermitteln sie die relevanten Fertigungsparameter und strukturieren die komplexen Abläufe. Bei Prozessänderungen sind Mechatroniker für das Einweisen der Mitarbeiter in das Bedienen und Warten der Maschinen und Anlagen zuständig. Sie können auch für Produktionstests und Prüfverfahren zuständig sein, um geeignete Werkzeuge und Arbeitsstoffe für die Produktionsprozesse auszuwählen und zu verwenden. Der Umgang mit IT-Systemen, Steuerungs- und Regeltechnik prägt den modernen Mechatroniker in der heutigen Arbeitswelt.

Aufgrund, dass das Ausbildungsspektrum sowie die Einsatzvielfalt eines Mechatronikers sehr breit gefächert ist, sind erhebliche Unterschiede bei der Schwerpunktsetzung in den betrieblichen Einsatzgebieten zu finden.

Somit kann auf der einen Seite ein Mechatroniker in manchen Unternehmen stark am Elektroniker orientieren und nur mit grundlegenden mechanischen Fertigkeiten zu tun haben, aber auch eine gegenteilige Spezialisierung kann in der Praxis realistisch sein. Entsprechend sind Mechatroniker auch in der Ausbildung mit unterschiedlichen Schwerpunktfähigkeiten bestückt, je nachdem, wie die Ausbildungsbetriebe orientiert waren.

Daraus sind komplett neu spezialisierte Berufsrichtungen in der Bezeichnung entstanden. Der Kraftfahrzeugmechatroniker/in (KFZ-Mechatroniker) ist als neuer Ausbildungsberuf seit 2003 in Deutschland präsent, genauso wie die Spezialisierungsrichtung Mechatroniker/in für Kältetechnik.

© shock - Fotolia.com © shock - Fotolia.com

Checkliste:

Folgende Auswahl möglicher Fähigkeiten/ Fertigkeiten / Kenntnisse / Berufserfahrungen betreffen diese Berufsgruppen:

  • Vormontage von Komponenten und Baugruppen,
  • Manuelles und maschinelles Zerspanen, Trennen, Biegen und Umformen,
  • Aufstellen und Montage von Maschinen und Anlagen nach Plan,
  • Programmieren mechatronischer Systeme,
  • Installieren und Testen von Hard- und Softwarekomponenten,
  • Aufbauen und Prüfen von elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Steuerungen,
  • Verlegen der Versorgungsleitungen und Verkabelung,
  • Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen, einschließlich der Funktions- und Sicherheitsprüfungen,
  • Einweisen von Arbeitskräften in der Bedienung der Maschinen und Anlagen
  • Wartung und Instandhaltung,
  • mechatronische Produkte herstellen und instand halten,

 

Einsatzgebiete:

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Zulieferbetriebe des Automobilbaus
  • Elektroindustrie
  • Stahlindustrie
  • Handwerkerbetriebe
  • Luft- und Raumfahrzeugindustrie

 

Besonderheiten für die Schweiz: 

In der Schweiz ist der Beruf des Mechatronikers als Begriff nicht geläufig. Hier sind nach wie vor die Begriffe der Artverwandten Berufe, wie oben angeführt zu verwenden.

Gerade deshalb ist muss bei dem Arbeitgeber konkret die Stellenbeschreibung mit allen geforderten Berufserfahrungen und Kenntnissen hinterfragt werden. In welchem Bereich soll der neue Mitarbeiter eingesetzt werden?