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CNC Mechaniker
In der Zerspanungstechnik handelt es sich, wie der Name es bereits vermuten lässt, um eine Bearbeitungsform von Materialien mittels eines spanenden Verfahrens. Während der Herstellung und Bearbeitung von Materialien wie z.B. Metallen, Holz oder auch verschiedenen Kunststoffen fällt bzw. entsteht als Abfallprodukt Späne. Die bekannten spanenden Verfahren sind Fräsen, Drehen, Schleifen oder Bohren. Diese zerspanende Technik der Bearbeitung und Herstellung von Produkten oder Produktteilen werden in kunststoffverarbeitenden und metallverarbeitenden Betrieben des Handwerks und der Industrie angewendet. Z.B. im Maschinenbau, Leichtmetallbau oder im Stahlbau.
Wir unterscheiden heute die zerspanungstechnischen Maschinen in konventionelle oder computergesteuerte Maschinen.
Was in Deutschland der Zerspanungsmechaniker/in als dreieinhalbjähriger Ausbildungsberuf ausgebildet wird, lautet in Österreich Zerspanungstechniker/in. Die Inhalte der Ausbildung und die Ausbildungsdauer sind in beiden Ländern nahezu identisch.
Tätigkeitsbeschreibung
Die Zerspanungsmechaniker sind mit der Planung, Bearbeitung und Fertigung von Teilen beschäftigt.
Je nach Erfordernissen und Ausbildung können sie in der Einzelteilfertigung oder auch in der Serienfertigung eingesetzt werden. Sie planen, bedienen, konfigurieren und kontrollieren den Fertigungsprozess mit konventionellen oder computergesteuerten Maschinen der Zerspanungstechnik. Sie sind verantwortlich für das Einrichten der Fräs-, Dreh-, Bohr- und Schleifmaschinen, für das Modifizieren oder Adaptieren der Fräsmaschinensysteme, Drehmaschinensysteme, Drehautomatensysteme, Schleifmaschinensysteme sowie Bohrwerke und zum Teil auch für CNC-Maschinenprogramme. Sie müssen die Umsetzung von Aufträgen in der Fertigung analysieren und beurteilen, um die passenden Fertigungsmethoden der Fertigungsprozesse planen zu können und unter Beachtung wirtschaftlicher, terminlicher sowie qualitativer Vorgaben zu realisieren. Die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Zerspanungsmechaniker überprüfen im Rahmen von Wartungs- und Inspektionsaufgaben die Maschinen und einzelne mechanische Bauteile auf Funktionstüchtigkeit.
Ein Artverwandter Beruf ist der Anlagenmechaniker/in. Sie sind auch in der Lage in ihrer Aufgabenerfüllung die Maschinen der Zerspanungstechnik zu bedienen. Aber der Schwerpunkt liegt nicht im Bereich der Fertigung mit dieser Technik. Mehr zu Anlagenmechaniker hier:
Karusselldreher/in sind in Drehereien und Schleifereien anzutreffen, wo sperrige, größere Werkstücke auf karussellartigen computergesteuerten Drehmaschinen hergestellt werden. Die Produktion verläuft nach Vorgaben von technischen Zeichnungen oder anderen Vorgaben. Die großen Werkstücke werden mit Hilfe von Hebezeugen oder Krane auf die entsprechende Position auf der Karusselldrehmaschine befestigt. Die Karusselldrehmaschinen sind zum überwiegenden Teil CNC-Maschinen.
Revolverdreher/in sind auch in Drehereien des Maschinenbaus, Fahrzeug- oder Elektromaschinenbaus beschäftigt. Der Name einer Revolverdrehmaschine führt zur Tatsache hin, dass diese mit mehreren Werkzeugen zur Bearbeitung bestückt sind. Entweder werden zeitgleich mehrere Arbeitsgänge in der Bearbeitung des Materials durchgeführt oder fließend nacheinander, ohne das neue Werkzeuge wie Drehmeißel im entsprechenden Futter der Maschine ausgetauscht werden müssen. Das drehen der Futterhalterungen erinnern an einen Revolver. Man trifft diese Revolverdrehmaschinen noch im konventionellen spanenden Fertigungsprozess an, aber natürlich vorwiegend im computergesteuerten Fertigungsprozess, weil damit eine viel höhere Qualität der Verarbeitungsgenauigkeit erreicht werden kann.
CNC-Dreher/in ist eine Spezialisierung für einen der oben genannten Berufe. Ein CNC-Dreher bearbeitet mit computergesteuerten Drehmaschinen. Vor dem Fertigungsprozess rufen sie die entsprechenden Programme ab, stellen die Maschinen entsprechend selbständig ein, programmieren die Maschinen teilweise selbst und bedienen diese nach den entsprechenden Vorgaben. Sie sind auch zuständig für Änderungen der Maschinenwerte und Werkzeuge. Sie sind verantwortlich für die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung.
CNC-Fräser/in ist ebenfalls eine Spezialisierung eines bereits abgeschlossenen Berufes der Zerspanungstechnik. Auch sie müssen das technische Know-how der Zerspanungstechnik und Kenntnisse in der CNC- Programmierung besitzen. Aufgrund, das viele Datenblätter sowie Betriebsanleitungen und Programmierungen in englischer Sprache verfasst sind, verfügen die CNC- Fräser bzw. CNC-Mechaniker bzw. CNC-Fachkraft allgemein über gute Englisch Kenntnisse.
CNC-Schleifer/in werden in Unternehmen wie Schleifereien und Drehereien des Fahrzeugbaus, dem Maschinenbau und Werkzeugbau, dem Elektromaschinenbau oder allgemein in der Metallurgie- Industrie eingesetzt. Sie sind spezialisiert auf die Bedienung, der Programmierung und Überwachung von computergesteuerten Schleifmaschinen. Sie bedienen und programmieren zum Teil CNC- oder NC- Werkzeugmaschinen.
Eine CNC-Fachkraft ist in der Lage alle computergesteuerten Fertigungsmaschinen zu bedienen. Trotzdem sollte man vor einer Einstellung genauer hinterfragen, auf welche Maschinentypen und welche Fertigungsmaschinen sich diese zum größeren Teil vertraut gemacht haben.
Zu den Aufgaben der CNC-Programmierer/innen gehört vorwiegend das Erstellen von Fertigungsprogrammen der entsprechenden CNC-Fertigungsmaschinen. Um die Programme zu testen ist deren Arbeitsplatz mit Simulationssoftware ausgestattet. Sie stellen die Maschinen auf die entsprechende Produktionsplanung ein und überwachen die einzelnen Fertigungsschritte. Sie sind die ersten Ansprechpartner bei Störungen im Produktionsprozess. CNC-Programmierer sind nicht für die Bedienung zuständig, obwohl sie es in jedem Fall könnten. Sie weisen die Maschinenbediener ein und sind die besten Partner bei der Entscheidung von Einkauf oder Vertrieb der benötigten Maschinen, Werkzeuge und Software.
Weitere Berufe der Zerspanungstechnik sind z.B.:
- Metallschleifer/in
- Schneidwerkzeugmechaniker/in
- Teilezurichter/innen

©Ingo Bartussek - Fotolia.com
Checkliste:
Folgende Auswahl möglicher Fähigkeiten/ Fertigkeiten / Kenntnisse / Berufserfahrungen betreffen diese Berufsgruppen:
- Drehmaschine
- Fräsmaschine
- Schleifmaschine
- Konventionelles Bearbeiten
- CNC-Steuerungen
- Manuelle Programmierung von CNC Steuerungen
- Maschinelle Programmierung (CAD – CAM)
- Dialog- oder werkstattorientierte Programmierung
- DIN/ISO-Programmierung bzw. G-Code
- Einrichten nach Zeichnung
Besonderheiten Schweiz
In der Schweiz wurde seit 1997 aus mehreren Berufen wie Feinmechaniker, Mechaniker und Werkzeugmacher bzw. Maschinenmechaniker der Beruf des Polymechanikers geschaffen.
Der Begriff Polymechaniker/in beinhaltet das gesamte Portfolio der produzierenden Tätigkeitsgebiete von Metallen bis zu Kunststoffen von der Präzision der kleinsten Uhrenschraube bis zum größten Turbinenrad mit mehreren Metern Durchmesser. Für diese Fertigungsprozesse werden natürlich die modernsten computergesteuerten Werkzeugmaschinen des Fräsens, Bohrens, Drehens oder des Schleifens eingesetzt. Sie sind im Prinzip mit denselben Aufgaben und Herausforderungen vertraut, wie die sogenannte CNC-Fachkraft.
Für die Schweizer Unternehmen ist besonders hervorzuheben, dass die meisten Firmen nicht nur Bediener von CNC-Maschinen beschäftigen. Sie legen großen Wert darauf, dass die CNC-Maschinenbediener auch die Fertigkeiten und Fähigkeiten besitzen, einzelne Programme selbständig einzugeben.
Es ist also in jedem Einzelfall zu prüfen, was das Unternehmen für Anforderungen an seine neuen Mitarbeiter im Einzelnen stellt bzw. erwartet.
