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Schweißfachmann (m/w) / Löter (m/w)

Schweißer (Deutschland) / Löter (Schweiz) bzw. Universalschweißer (Österreich) ist ein metallverarbeitender Beruf. Unter Verwendung unterschiedlicher Schweißverfahren verbinden und montieren sie Anlagen- und Konstruktionsbauteile. Sie arbeiten u.a. mit Stahl, Aluminium, Messing und Edelstahl, aber auch mit Kunststoffarten,  wie zum Beispiel Polymere. Sie sind unter anderem beteiligt am Bau von Raffinerien, Schiffen, Rohrleitungen und Fahrzeugen.

Tätigkeitsbeschreibung

Schweißfachleute sind in den verschiedensten Bereichen des Metallbaus spezialisiert. Sie arbeiten u.a. im Schiffsbau, Zentral- und Lüftungsbau.  Sind als Schweißfachingenieur, -techniker und -werker tätig.

Sie übernehmen die Schweißaufsicht bei Stahlbauten, im Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau. Die Überwachung, Kontrolle und Qualitätssicherung der Schweißarbeiten gehören zu ihren Hauptaufgaben.

Schweißer richten die zu bearbeitenden Bauelemente her, wählen die für das Schweißverfahren nötigen Geräte, Zusatz- und Hilfsstoffe aus und führen die eigentlichen Schweißarbeiten durch. Weiterhin überprüfen sie die Schweißverbindungen und führen gegebenenfalls notwendige Ausbesserungsarbeiten durch.

Sie bestimmen die geeigneten Schweißverfahren. Dafür stehen ihnen diverse Methoden zur Verfügung: Sicht-, Magnetpulver- oder Ultraschallprüfungen usw. Sie protokollieren die Schweißdaten und bestätigen formell, dass die Ausführung normenkonform ist. Zuständig sind sie auch für das Erstellen von Standards, instruieren Mitarbeitende, sorgen für eine angemessene Werkstatteinrichtung und stellen die Rückverfolgbarkeit der Werkstoffe und Zertifikate sicher.

Neben den Verfahren wie Lichtbogen- oder Gasschweißen von Stählen kennen sie auch Spezialverfahren sowie Verfahren zum Schweißen von Aluminium, weiteren Nichteisenmetallen und Kunststoffen. Schweißverfahren setzen sie so ein, dass optimale Resultate erzielt und Folgeschäden wie Korrosion oder Brüche vermieden werden. Möglich ist dies z.B. durch die gezielte Steuerung der Schweißparameter und die Wahl von Schweißzusatzstoffen und der Abkühlmethode.

Schweißfachleute planen die auszuführenden Arbeiten, wobei sie neben fertigungstechnischen auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Aufgrund von technischen Zeichnungen und Auftragsangaben prüfen sie die Machbarkeit und helfen bei der Auswahl der zu verwendenden Materialien. Sie sind dafür verantwortlich, dass Bestimmungen zu Gesundheits- und Umweltschutz sowie Arbeitssicherheit eingehalten werden. Höchste Sicherheitsstandards müssen erfüllt werden, wenn z.B. Teile von Schienenfahrzeuge, Bauwerken, Krane, für Kernkraftwerke oder Rohre und Behälter für die chemische Industrie geschweißt werden.

Die zwei gängigsten Schweißtechniken

  • Metall-Aktiv-Gas/ Metall-Inert-Gas und
  • Wolfram-Inert-Gas (engl. TIG)

unterscheiden sich im zu verarbeitenden Werkstoff. Beim MAG/ MIG – Verfahren arbeiten sie vorrangig mit Aluminium und dessen Legierungen und legiertem Stahl. Kupfer und unlegierter Stahl sind nur zwei der Werkstoffe welcher durch das WIG – Verfahren bearbeitet werden können.

Das enorm vielseitige WIG-Schweißverfahren erzeugt mit einer nicht abschmelzenden Wolfram-Elektrode qualitativ hochwertige Nähte ohne Spritzer und Schlacken. Daher kann es eine beträchtlichere Leistungssteigerung gegenüber dem MAG/ MIG – Schweißen erzeugen.

Neben diesen beiden Verfahren, wird häufig im Stahl- und Rohrleitungsbau das Lichtbogenhandschweißen angewendet. Da der maschinelle Aufwand im Vergleich zu anderen Verfahren relativ gering ist, werden Elektrodenschweißungen wegen der deutlich geringeren Schweißgeschwindigkeit im Montagbereich bevorzugt angewendet. Gerade bei bspw. Wind und Regen, welche bei Außenarbeiten häufig vorkommen wird die Elektroschweißung oft verwendet. Denn hier ist eine fehlerfreie Durchführung gewährleistet. Auch unter Wasser ist Lichtbogenhandschweißen möglich.

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Bild: ©Werner Schwehm - Fotolia.com

Checkliste:

Folgende Auswahl möglicher Fähigkeiten/ Fertigkeiten / Kenntnisse / Berufserfahrungen betreffen diese Berufsgruppen:

  • Ausbildung zum Konstruktions-, Anlagenmechaniker oder Schweißwerker von Vorteil
  • Gültiger Schweißausweis
  • Beherrschung von MIG, MAG, WIG – Verfahren u.a.  (nach DIN EN 287)
  • Kenntnisse Anlagen-/ Metall-/ Montagebau
  • Körperlich sehr belastbar
  • Umsetzen von technischen Zeichnungen
  • Unempfindlich gegenüber Gerüchen, Lärm und Staub
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Selbstständiges Arbeiten/ Teamarbeit
  • Flexibilität/ Reisebereitschaft

 

Besonderheiten für die Schweiz:

Löter/ Schweißfachleute werden in nahezu allen metallverarbeitenden Firmen benötigt. Gute Voraussetzungen haben vor allem junge Arbeitnehmer, die eine entsprechende Grundausbildung wie bspw. des Konstruktionsmechanikers (Schlosser/ Metallbauer) in Verbindung mit einer späteren Weiterbildung in den verschiedensten Schweißtechniken nachweisen können. Zudem ist eine Berufserfahrung von mind. zwei Jahren erforderlich. Für das Umsetzen der technischen Zeichnungen ist neben guten Deutschkenntnissen vor allem das Arbeiten unter hoher Belastung im Team unerlässlich.

Die in Deutschland bereits abgelegten Schweißprüfungen sind selbstverständlich in der Schweiz anerkannt.

Ihr Einsatz in der Schweiz wird nicht nur umfassend betreut sondern auch stetig geprüft bzw. aktualisiert.