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Kältemonteur

In Österreich bezeichnet man diesen Beruf offiziell als Kälteanlagentechniker/in, in der Schweiz ist der Begriff Kältemonteur/in ein geläufiger Grundberuf und in Deutschland verschwand die offizielle Berufsbezeichnung des Kälteanlagenbauer/in im Juli des Jahres 2007 und wurde in Mechatroniker/in für Kältetechnik bzw. Kälteanlagenmechatroniker/in umbenannt.

In unserer folgenden Beschreibung nennen wir diesen Beruf vereint wie in der Schweiz bekannt Kältemonteur.

Tätigkeitsbeschreibung

Eingesetzt werden die Kältemonteure in Betrieben, Firmen und Unternehmen die mit Klima-, Kälte- sowie mit Wärmepumpenanlagen zu tun haben. Spezialisierte Handwerkerbetriebe mit Schwerpunkt in der Planung, Montage, Reparaturen und Wartung von kälte- und klimatechnischen Anlagen und Aggregaten beschäftigen die Kältemonteure, aber ebenso sind sie in größeren Unternehmen in der Gebäudetechnik wie auch in der Betreuung von öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Krankenhäusern anzutreffen.

Die Kälte- und Klimaanlagen sind unverzichtbarer Bestandteil in der privaten Wirtschaft, in öffentlichen und in Wohngebäuden, aber auch in Fortbewegungsmitteln wie Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe, Züge und anderen Transportmitteln. Lebensmittel müssen frisch oder gefroren bleiben. Bereits bei der Produktion müssen oft bestimmte Temperaturen eingehalten werden. Während der Transporte, der Lagerungen und auch in den Verkaufshallen sind Klimaanlagen nicht mehr wegzudenken. In Forschungslaboren, in der Chemie- und Chipindustrie, in Hotels, in Büros, Operationssälen und in Wohngebäuden werden diese Anlagen von Kältemonteuren projektiert, montiert, eingebaut und gewartet. Dieser Beruf nimmt seit der globalen Klimaveränderung immer mehr an Bedeutung zu. Immer mehr Menschen schaffen sich auch in ihren Privaträumen Klimaanlagen an. In unseren privaten PKWs ist es bereits seit einigen Jahren Standard, dass eine Klimaanlage zur Ausstattung gehört.

Die Kältemonteure orientieren sich bei der Montage und Installation von Kälte- und Klimaanlagen an Vorgaben der Planer und arbeiten nach technischen Zeichnungen. Je nach Erfahrung und Ausbildungsgrad können Kältemonteure auch in eine ökologisch / ökonomische Lösungsplanung einbezogen werden. In den Werkstätten werden die einzelnen Komponenten der Klimaanlagen zusammengestellt und vormontiert. Diese Komponenten setzen sich aus elektronischen, mechanischen und elektrotechnischen Bauteilen zusammen. Dazu kommen noch die Kühlflüssigkeit und Steuerungseinrichtungen. Daher wurde in Deutschland der Name Mechatroniker mit der Spezialisierung für Kältetechnik gewählt.

Leitungen und Rohre aus Stahl und Kupfer passend zu zuschneiden, um diese dann nach den Gegebenheiten und nach Plan zu verlegen, gehört ebenso zu den Aufgaben wie die Isolierung und Ummantelung der Rohre mit wärmedämmenden Materialien vor Ort. Nach dem fertigen Einbau der Anlagen beim Kunden werden die elektrischen Anschlüsse installiert sowie die Steuerungs- und Regeleinrichtungen programmiert. Nach Prüfung der Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Anlagen werden diese in Betrieb genommen und an den Kunden mit einer Einweisung übergeben.

Während des Kundenbetriebs der Kälte- und Klimaanlagen sind die Kältemonteure für deren Wartung und Reparaturen zuständig. Es werden im Rahmen von Wartungsarbeiten Dichtheitskontrollen durchgeführt, es werden Störungen und Unregelmäßigkeiten in Form von Leistungskontrollen ausgemessen und beseitigt oder die Kältemittel und Kältemaschinenöle ausgetauscht und ökologisch entsorgt.

Kältemonteure sind oft im Kundendienst unterwegs. Reise- und Montagebereitschaft sowie Kundenfreundlichkeit im Servicedienst sind weitere Voraussetzungen, um diese Tätigkeiten erfolgreich ausüben zu können.

© Stanislav Komogorov - Fotolia.com

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Checkliste:

Folgende Auswahl möglicher Fähigkeiten/ Fertigkeiten / Kenntnisse / Berufserfahrungen betreffen diese Berufsgruppen:

  • Kenntnisse in Klima- und Kälteanlagen
  • Kenntnisse in Wärmepumpenanlagen und der Wärmerückgewinnung
  • Planung, Montage, Reparaturen, Wartung
  • Zeichnungen lesen und danach montieren
  • Kenntnisse in den elektronischen, elektrischen und mechanischen Bauteilen der Aggregate
  • Umgang mit Kühlflüssigkeiten und Kältemittel
  • Elektrische Anschlüsse installieren
  • Steuerungs- und Regeleinrichtungen anschließen und programmieren
  • Dichtheitskontrollen durchführen
  • Störungen und Fehlersuche

Umweltschutz und Kältemittel

Das Ersetzen von Kältemittel durch andere Stoffe, bei denen ein Potential am Beitrag zur Klimaerwärmung bewiesen wurde, ist verboten. Am 08. April 2005 haben die Klima-Sachverständigen des Intergouvernemental Panel on Climate Change (IPCC) in Addis Abeba auf internationalen Ebene die Maßnahmen zur Harmonisierung der Klimapolitik vorgestellt. Für den Ersatz für das FCKW, welches wegen der zerstörerischen Wirkung für die Ozonschicht der Erde verboten wurde, entwickelten Ingenieure neue synthetische Gase wie PFKW (per fluorierte Kohlenwasserstoffe) und HFKW (teilweise fluorierte Kohlenwasserstoffe). Diese neuen synthetischen Gase sind in der Luft sehr stabil und sind mit einer 1000- bis 24'000-mal höheren Treibhauswirkung noch stärker für die Erwärmung der Erdatmosphäre verantwortlich als CO2. Inzwischen tragen diese neuen Gase mehr als 1% zu den gesamten menschenverursachten Treibhausgas-Emissionen bei. Nach Schätzungen werden diese Werte bis 2013 bereits verdreifacht sein.

Um auf internationaler Ebene zum Schutz des globalen Klimasystems und zum Schutz der Ozonschicht eine Harmonisierung anzustreben, wurde durch das IPCC in Addis Abeba ein Bericht präsentiert der den Titel «Safeguarding the ozone layer and the global climate system» trug.

Um die Treibhausgas-Emissionen in den verschiedenen Anwendungsbereichen zu verringern, bot dieser Bericht einen Überblick über den heutigen Wissensstand und nennt eine Reihe von Lösungsansätzen.

Wichtige Maßnahmen für die Kältetechnik sind:

  • Verstärkte Maßnahmen zur Verhinderung von Lecks, durch die Kältemittel entweichen könnten.
  • Verwendung von Ersatzstoffen (z.B. Ammoniak) in industriellen Kälteanlagen,
  • eine verbesserte Rückgewinnung der Kältemittel bei der endgültigen Stilllegung von Kälteanlagen und Klimageräten.

Weitere Maßnahmen sind auch für Druckgaspackungen, Isolierschaumstoffe und Lösungsmittel vorgeschlagen worden.

Besonderheiten für die Schweiz:

Die Schweiz hat bereits mit der Einführung solcher Maßnahmen begonnen. Der Bundesrat empfiehlt seit Anfang der 90er-Jahre größte Zurückhaltung bei der Verwendung von synthetischen Gasen. Ihr Einsatz ist gemäß der 2003 revidierten Stoffverordnung (StoV) auf Verwendungszwecke beschränkt, in denen keine Alternativen Materialien bzw. Stoffe verfügbar sind. Ein Totalverbot für FCKW gilt seit 2004.
Technisch ist das Umrüsten von bestehenden Anlagen realisierbar und aus Sicht des Schutzes der Ozonschicht unbedingt anzustreben. Dabei ist das Treibhauspotenzial der Ersatzkältemittel im Sinne des Klimaschutzes zu berücksichtigen.  

HFCKW-Ausstieg

Die Verwendung von HFCKW für neue Kälte- und Klimageräte und -Anlagen ist in der Schweiz bereits seit dem 1. Januar 2002 verboten. Bestehende Geräte und Anlagen durften noch bis zum 31.12.2009 mit neuen HFCKW nachgefüllt werden. Danach tritt das Herstellungsverbot für neue HFCKW in Kraft.
Bis zum 31.12.2014 dürfen dann nur noch rezyklierte HFCKW zum Nachfüllen bestehender Geräte und Anlagen verwendet werden.
Diese Ausstiegsfristen entsprechen dem Zeitplan des beschleunigten HFCKW-Ausstiegs gemäß dem Montrealer Protokoll und sind europaweit koordiniert.

Außer, dass die Berufsbezeichnung in der Schweiz Kältemonteur/in genannt wird, gibt es keine besonderen Unterschiede in der Tätigkeit dieses Berufes im Vergleich zu Deutschland und Österreich.