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Klempner/in, Spengler/in

Tätigkeitsbeschreibung

Kaum ein Beruf hat im Volksmund so vielseitige Namen wie der des Klempners. Oder soll man doch besser Spengler sagen?

In Deutschland ist der Beruf  Klempner/in ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO) und wird bundesweit einheitlich mit einer 3 ½- jährigen Ausbildung realisiert. Den Berufsbegriff  Spengler/in sucht man in Deutschland als konkreten Ausbildungsberuf hingegen vergeblich. Der Begriff Spengler wird mehr in der südlichen Region Deutschlands, wie Bayern verwendet.

Der Name Klempner kommt aus dem handwerklichen Bereich. Der ursprüngliche Begriff „klempnern“ beschreibt sinngemäß: „auf dem Blech hämmern“. Ein Klempner bearbeitet also Bleche aus verschiedenen Materialien, wie Eisen, Zink, Aluminium, Blei oder Kupfer, indem er diese mit Maschinen oder auch einfachen Werkzeugen biegt, schneidet oder verformt. Es können aber auch Kunststoffe sein. Diese Blechmaterialien, die für bestimmte Zwecke zurechtgeformt wurden, werden im weiteren Arbeitsschritten entsprechend an oder in den Gebäuden oder den Baustellen angebracht, montiert oder verbaut. In diesen Arbeitsgängen muss der Klempner die Teile verschweißen, falzen, löten, kleben oder vernieten.

Klempner/innen bauen Dach- und Regenrinnen, Rohre- Regenfallrohre, Fassadenverkleidungen, Metalldächer, Abdeckungen und Dachgauben, Lüftungskanäle, Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Kamine oder Solaranlagen. Sie fertigen teils selbst technische Zeichnungen oder Skizzen an, stellen selbst die entsprechenden Bauteile her, welche anschließend verbaut werden. Im Kundendienst sind Klempner auch für Reparaturen und Wartungen dieser Bauteile verantwortlich.

Ein typischer Fall bei dem z.B. ein „Dachklempner“ oder „Bauklempner“ zum Einsatz kommt, ist der Übergang zwischen Dach und Schornstein, vor allem bei Steildächern. Dieser Übergang ist durch herkömmliche Dachziegeln nur schwer regen- und wasserdicht verschließbar. Die Lücke zwischen Dach und Schornstein oder auch Wänden wird mit einfachen Blechprofilen geschlossen.

Die meisten glänzenden Dächer, Außenwände und vor allem Kirchtürme werden mit einer bestimmten Technik durch Klempner gebaut.

Um Missverständnissen vorzubeugen sollte folgendes ergänzend erwähnt werden:

Im hohen Norden Deutschlands wird bei einem Wasserrohrbruch im Volksmund nach einem Klempner gerufen. Gemeint ist aber der Beruf des Installateurs für Gas-, Wasser-, Heizungs- und Sanitäranlagen. In Bayern hingegen wird für den Begriff Klempner der Spengler verwendet. Dieser wird aber in diesem Fall sicher nicht helfen können.

Die untere Deutschlandkarte zeigt die Begriffsverteilung des Berufes des Klempners oder Spenglers als Mundart. Was in Bayern, Schweiz und Österreich als Spengler oder auch Spangler bekannt ist, wurde bzw. wird im Sprachgebrauch im Norden Deutschlands als Klemp(t)ner, Kopschläger, Koperschmitt, Blickschläger oder Blechschmied bezeichnet. In einigen Gegenden im Süden von Deutschland sind auch noch die Begriffe Flaschner, Blechschläger, Blechner, Pootch oder Klamperer verbreitet.

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

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Checkliste:

Folgende Auswahl möglicher Fähigkeiten/ Fertigkeiten / Kenntnisse / Berufserfahrungen betreffen diese Berufsgruppen:

  • Reparatur, Modernisierung
  • Erweiterung , Neubau
  • Dachentwässerung
  • Dacheindeckungen und Anschlüsse, Übergänge
  • Blitzschutzanlagen
  • Lüftungskanäle
  • Schneeschutzsysteme
  • Kirchendächer
  • Kamine
  • Dachgauben
  • Fassadenverkleidungen
  • Metalle verschweißen, falzen, löten, kleben oder vernieten
  • Bearbeiten von Eisen, Zink, Aluminium, Blei, Kupfer, Kunststoffe
  • Reparaturarbeiten
  • Pläne, technische Zeichnungen, Skizzen anfertigen
  • Arbeiten nach Plänen, Skizzen oder techn. Zeichnungen

Besonderheiten für die Schweiz:

In der Schweiz steht der Begriff des Spenglers im Vordergrund. Es werden aber auch oft Dach- oder Bauspengler gesucht. Wenn Sie die Tätigkeit als Klempners oder Spenglers in der Schweiz aufnehmen möchten, sollten mindestens drei Jahre Berufserfahrungen auf einem der verschiedenen Gebiete nachweisbar sein . Man muss nicht alle Fähigkeiten bzw. Kenntnisse beherrschen. Eine klar abgrenzende Spezialisierung auf einem bestimmten Gebiet ist ausreichend. Diese sollten Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen genau beschreiben.

Es ist auch nicht zwingend notwendig, dass Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Wichtig ist, dass Sie Ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten in Form von Arbeitszeugnissen nachweisen können.

Danach werden Sie eine Einstufung in Facharbeiter mit Abschluss oder als Berufsarbeiter mit Erfahrung jedoch ohne Abschluss erhalten.